Nadarajah verpasst knapp eine Medaille

31. Juli 2005, 18:47
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Undankbarer vierter Platz im Finale über 50 Meter Delfin trotz neuem österreichischen Rekord - Elf Hunderstel fehlten auf Bronze

Montreal - Die Wienerin Fabienne Nadarajah hat am Samstag (Ortszeit) bei der Schwimm-WM in Montreal über 50 m Delfin Platz vier belegt. In 26,50 Sekunden verbesserte sie ihren erst am Vortag im Semifinale fixierten österreichischen Rekord um 1/100. Die Bronze-Medaille verpasste die 20-Jährige um elf Hundertstel Sekunden, es gewann die Australierin Danni Mitke in 26,11.

"Ich hab' zuerst auf die Zeit geschaut und da war ich sehr zufrieden. Ich hab' meinen Rekord um noch eine Hundertstel verbessert", erklärte Nadarajah unmittelbar nach ihrem Lauf. "Daher ärger' ich mich nicht, muss mich nicht in den Hintern beißen. So knapp sind elf Hundertstel im Sprint ja auch wieder nicht." Die Handelsschul-Absolventin hatte sich ja vor der WM das Finale zum Ziel gesetzt. Das gelang, zudem wartete sie mit drei OSV-Rekorden auf.

Die zweifache Kurzbahn-EM-Dritte im Delfin-Sprint ist sich sicher, dass ihre große Zeit noch kommt. Schon in einem Jahr bei der EM in Budapest könnte es noch besser gehen. Nadarajah: "Ich feile ständig an der Technik, am Start und an anderem. Ich glaube, dass ich da in den nächsten Jahren noch einiges zeigen kann." Davon ist auch Coach Robert Michlmayr überzeugt: "Sie ist stabiler, routinierter geworden."

Der Trainer wies darauf hin, dass sich Nadarajah heuer von ihren vorjährigen 26,95 fast um eine halbe Sekunde verbessert hat. "Außerdem ist sie eine der Wenigen, die praktisch immer unter 27 schwimmen. Und bei einer WM drei Mal Bestzeit zu schwimmen, ist nicht leicht. Je größer die Herausforderung ist, desto besser schwimmt sie."

Das Trio vor Nadarajah war die erst 17-jährige Australierin Danni Miatke (26,11) sowie die routinierten Schwedinnen Anna-Karin Kammerling (26,36) und Therese Alshammar (26,39). So bekannte Namen wie Antje Buschschulte (GER/26,55/5.), Natalie Coughlin (USA/26,63/6.) und Inge Dekker (NED/26,93/7.) blieben aber hinter der Österreicherin. Die Slowakin Martina Moravcova hatte sich erst gar nicht für den Endlauf qualifiziert. (APA/red)

  • Fabienne Nadarajah hatte bei der WM noch das Nachsehen.
    foto:epa/keystone

    Fabienne Nadarajah hatte bei der WM noch das Nachsehen.

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