Rathauskriterium: Wrolich sprintet Winokurow nieder

2. November 2005, 16:09
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Der schnelle Mann von Gerolsteiner setzte sich nach 80 Runden um Zentimeter durch - Eisel Dritter - Soeder siegt bei Damen

Wien - Peter Wrolich hat am Freitag das Wiener Rathauskriterium vor 20.000 Zuschauern im Zielsprint gegen den kasachischen T-Mobile-Star Alexander Winokurow gewonnen. Der Gerolsteiner-Profi, Zweiter der dritten Tour-de-France-Etappe, setzte sich nach 80 Runden zu jeweils 670 Metern um wenige Zentimeter durch. Kurz nach dem Start war am Rad des Sprinters nach einem Defekt ein Reifen gewechselt worden, Wrolich fand aber schnell wieder Anschluss.

Der 31-jährige Winokurow, zweifacher Etappensieger und Gesamt-Fünfter der Tour, war zehn Runden vor Schluss solo ausgerissen. Wrolich hatte sich kurze Zeit später aus der Verfolgergruppe, der auch seine Gerolsteiner-Teamkollegen Georg Totschnig und Rene Haselbacher angehörten, abgesetzt und fünf Runden vor dem Ziel zum Kasachen aufgeschlossen.

Francaise-des-Jeux-Sprinter Bernhard Eisel führte die Verfolger an und belegte Rang drei. Der Steirer Jochen Summer wurde Vierter. Haselbacher beendete das von zahlreichen Attacken geprägte Rennen auf Platz fünf. Georg Totschnig, der auf der 14. Tour-de-France-Etappe in den Pyrenäen für den ersten österreichischen Tagessieg seit 74 Jahren gesorgt hatte, landete auf Platz acht. Der Zillertaler hatte sich zwischenzeitlich ebenfalls solo abgesetzt.

Das erstmals ausgetragene Damen-Rathauskriterium entschied die Christiane Soeder vom Team Univega für sich. Die 30-Jährige, die im Vorjahr bei den Olympischen Spielen von Athen Rang 24 im Straßenrennen belegt hatte, attackierte nach 35 Runden und distanzierte ihre Konkurrentinnen im Ziel schließlich um etwa 300 Meter. (APA)

Resultat des Wiener Rathaus-Kriteriums nach 53,6 km (80 Runden): 1. Peter Wrolich (AUT/Gerolsteiner) - 2. Alexander Winokurow (KAZ/T-Mobile) gleiche Zeit - 3. Bernhard Eisel (AUT/Francaise des Jeux) - 4. Jochen Summer (AUT/Elk) - 5. Rene Haselbacher (AUT/Gerolsteiner) - 6. Werner Riebenbauer (AUT/Team APO Sport) - 7. Roland Wafler (AUT/RC Swiag) - 8. Georg Totschnig (AUT/Gerolsteiner)

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