Ein oft bestiegener Dreitausender

Der Hafner zählt zu den östlichsten Dreitausendern der Alpen und gilt als einer der schönsten Aussichtsberge der Hohen Tauern

Da der Hafner relativ leicht zu erreichen ist - man kann bis zu der fast 2000 m hoch gelegenen Kölnbreinsperre mit dem Auto oder dem Bus fahren -, wird er häufig bestiegen. Allerdings verlangt die Tour auf diesen markanten Gipfel eine halbwegs gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Übung im Felsgehen, denn der Abschnitt vom Ochsenkar auf die Marscheid erweist sich als einigermaßen schwierig.

Schon der Weg von der Kölnbreinsperre zur Kattowitzer Hütte führt durch eine grandiose alpine Landschaft, denn man hat fast auf der ganzen Strecke ungehinderte Sicht zu den steilen Flanken und Gletschern der Hochalmspitze und in das romantische Maltatal. Die einst berühmten Wasserfälle sind verkümmert, weil man das Wasser in den Kraftwerksspeicher umgeleitet hat. Vom Gipfel des Hafner überblickt man den Ostteil der Hohen und einen Teil der Radstädter Tauern und genießt einen beeindruckenden Tiefblick auf den Rotgüldensee und ins oberste Murtal.

Die Besteigung des Hafner in einem Zug ist wegen der Länge der Tour nicht anzuraten, zumal mit der Kattowitzer Hütte ein gemütliches Schutzhaus zum Übernachten bereit steht. Bei unsicherem Wetter ist Vorsicht geboten! Für den Bergwanderer eignet sich nur die hier beschriebene Route; die anderen Anstiege auf den Dreitausender verlangen hervorragende Kondition und sind zum Teil gefährlich.

Die Route: Von der Kölnbreinsperre - der höchsten Staumauer Österreichs - wandert man auf der roten Markierung in mäßigem Bergauf und Bergab in 2½-3 Stunden zur Kattowitzer Hütte. Dann steigt man durch das Ochsenkar zum Fuß der Marschneid an und erklimmt über steiles, felsiges Terrain den Kamm. Diesem im Wesentlichen folgend, geht es über eine schwierige Stelle zum Gipfel. Gehzeit ab Kattowitzer Hütte 2½ Stunden. Auf dem Kamm haben Wanderer einen ganzen Wald von Steinmandln errichtet.

Der Abstieg erfolgt auf der Anstiegsroute, bis zur Kattowitzer Hütte braucht man 2 Stunden, weitere 2½ Stunden bis zum Ausgangspunkt. Ein Abstieg zur Gmünder Hütte erweist sich als sehr steil und teilweise rutschig und ist weniger zu empfehlen.

Gehzeit 9½ bis 10 Stunden, Höhenunterschied ca. 1200 m.
Kattowitzer Hütte in der Saison durchgehend bewirtschaftet.
Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 156 (Muhr) (Der Standard, Printausgabe 30.31.7.2005)

Von Bernd Orfer
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3 Postings
Gehzeit 7.30 Stunden

zumindest solange habe ich gestern bei folgendem weg gebraucht:kurz nach der ampel beim parkplatz stehenbleiben und den forstweg zur kattowitzer hütte folgen; den anstieg über die alm zur hütte; von dort führt ein gut beschriebener weg auf den berg, oben wandert man ca. 30 minuten dem grad entlang wobei 2 mit seil gesicherte stellen zu überwinden sind (für die man gute nerven und trittsicherheit braucht) und an 2 oder 3 ausgesetzten stellen zu bewältigen sind. bei schlechtwetter und schlechter sicht wird es gefährlich da es sehr rutschig wird (vor allem bei den seilen und den ausgesetzten stellen). wenn man es geschafft hat freut man sich auf 3.057 meter. achtung beim gipfelschnapserl: die seilstellen sind beim rückweg schwieriger!berg heil

Eine Variante für Extremisten..

vom Arsenhaus (Murtal, 1300m) über die Rotgüldenseen und das Wastelkar auf den Gipfel, dann oberhalb der Kölnbreinsperre hinüber zum Weinschnabel, zur Schmalzscharte und über die Murquelle zur Sticklerhütte. Nach 9 Std. raschem gehen waren vor allem meine Kinder (damals 12 u. 14) recht froh, dass uns ein Auto wieder zum Arsenhaus mitgenommen hat.... Insgesamt aber eine echte Genusstour mit herrlichen Ausblicken.

Auf den kürzesten Anstieg

vom Parkplatz "Kattowitzer Hütte" nach der Ampel(Malta Hochalmstraße) über eine Forststraße und die Maralm habt ihr vergessen: der ist leichter und kmmäßig und zeitmäßig kürzer als der Steig von der Kölnbreinsperre .

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