Steuerrechenmodelle: Bis zu 400 Millionen Mehrkosten

29. Juli 2005, 18:20
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Steuerexperte berechnete diskutierte Steuererleichterungen

Wien - Otto Farny, Steuerexperte der Arbeiterkammer, berechnet für den STANDARD zwei der diskutierten Steuererleichterungen: Und unter seinem Strich kommt bei einer Senkung des Spitzensteuersatzes von 50 auf 44 Prozent ein Steuerausfall von 220 Millionen Euro heraus. Die Anhebung der Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz von 50.000 auf angenommene 70.000 Euro würde rund 95 Millionen kosten.

Das politische Ideenspektrum reicht von einer Mehrwertsteuersenkung auf Treibstoff (FPÖ), über eine Flat Tax (BZÖ), bis zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten (ÖVP). Während Wirtschaftsminister Martin Bartenstein bei Letzterem vom Absetzbetrag spricht, denkt man im Gesundheitsministerin über einen Freibetrag über 1500 Euro pro Jahr nach. Die Mehrkosten würden dabei zwischen 12 Millionen und 400 Millionen Euro variieren. Die Aufhebung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld (14.600 Euro jährlich) bilanziert mit 270 Millionen Mehrkosten. (kmo, DER STANDARD, Print, 30./31.7.2005)

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