Bombenleger von Dresdner Bahnhof verurteilt

31. Juli 2005, 20:00
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64-jähriger Immobilienmakler wollte 110 Millionen Euro erpressen

Dresden - Der Bombenleger von Dresden ist am Freitag zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in Dresden befand ihn des versuchten Mordes, schwerer räuberischer Erpressung sowie des Versuches der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion für schuldig.

Der 64 Jahre alte hochverschuldete Immobilienmakler hatte an Pfingsten 2003 eine voll funktionsfähige Kofferbombe auf dem Dresdner Hauptbahnhof abgestellt. Die Explosion konnte verhindert werden.

Der aus dem sächsischen Ellefeld stammende Mann wollte eigenen Angaben zufolge die Deutsche Bank um bis zu 110 Millionen Euro erpressen. Die Tat hatte bundesweites Entsetzen ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen versuchten Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und wegen versuchter räuberischer Erpressung sieben Jahre Freiheitsstrafe beantragt. (APA)

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    Der Verurteilte vor Gericht

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