Akupunktur hilft bei Spannungskopfschmerzen

31. Juli 2005, 13:00
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Münchner Studie: Klassische chinesische und minimale Akupunktur helfen

München/London - Akupunktur hilft nach einer Münchner Studie gegen Spannungskopfschmerzen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die klassische chinesische Akupunktur angewandt wird oder die Nadeln nur oberflächlich und nicht an den Akupunkturstellen gesetzt werden, schreiben die Forscher von der Technischen Universität München im britischen Fachmagazin "British Medical Journal" vom Freitag. Spannungskopfschmerzen kommen relativ häufig vor, Betroffene leiden unter dumpf-drückenden Schmerzen, die vom Hinterkopf zur Stirn ausstrahlen und wie ein zu enger Hut oder ein Band um den Kopf empfunden werden.

Für die Studie teilten die Wissenschafter 270 Kopfschmerz-Patienten, Männer und Frauen, in drei Gruppen ein. Acht Wochen lang wurde eine Gruppe mit der klassischen chinesischen Akupunktur behandelt, die zweite Gruppe mit minimaler Akupunktur, die dritte Gruppe bekam keinerlei Anwendung. In den vier Wochen nach der Behandlung litten die Patienten, die nach der klassischen Methode akupunktiert wurden, 7 Tage weniger als sonst an Kopfschmerzen - was etwa einer gut 50-prozentigen Verringerung entsprochen habe. Doch auch die zweite Gruppe hatte 6,6 Tage weniger Kopfschmerzen - in der dritten Gruppe waren es dagegen nur 1,5 Tage.

Anschließend erhielten auch die Patienten dieser letzten Gruppe acht Wochen lang Akupunkturbehandlungen - mit fast ebenso guten Ergebnissen wie bei den anderen Teilnehmern. Zum geringen Unterschied der Auswirkungen von klassischer und minimaler Akupunktur heißt es, dies deute darauf hin, dass Akupunkturpunkte und andere Aspekte der traditionellen chinesischen Methode offenkundig keine größere Rolle spielten bei Spannungskopfschmerzen. Die Studie zeige jedoch, dass Akupunktur speziell bei diesen Schmerzen ebenso gut helfen könne wie andere, bewährte Methoden. (APA/dpa)

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