Bei Tierhaltung eingesetztes Antibiotikum fördert Resistenzen von Bakterien

31. Juli 2005, 15:00
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Forscher vermuten stärkeren Einfluss als durch medizinischen Gebrauch bei Menschen

New York - Der Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft trägt bei Bakterien maßgeblich zur Ausbildung von Resistenzen bei. Forscher der amerikanischen Universität Princeton vermuten, dass die Medikamente in der Tierhaltung die Widerstandskraft solcher Krankheitserreger sogar stärker beeinflussen als der medizinische Gebrauch für den Menschen.

Die Forscher begründen ihren Verdacht damit, dass Antibiotika und gegen Antibiotika resistente Bakterien in der Nähe von Bauernhöfen sowohl in der Luft als auch im Boden und im Grundwasser nachgewiesen wurden. Zudem wurden sie auch bereits in Wildtieren sowie in Fleischprodukten gefunden.

Zwar sei der Einfluss auf den Menschen schwer zu messen, schreiben die Wissenschafter in der Zeitschrift "PLoS Medicine". Sie glauben aber, dass die Auswirkungen der Landwirtschaft größer sind als die der Humanmedizin. Allerdings sei die Verbreitung resistenter Bakterien in Fleischwaren und generell beim Menschen in Europa geringer geworden, seitdem die EU den Einsatz von Antibiotika zur Wachstumsstimulierung verboten hat. (APA/AP)

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