Donnerstag: Jedrzejczak sorgte für Weltrekord fünf

30. Juli 2005, 15:17
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Drittes WM-Gold in Montreal von Phelps - Europarekord von Cseh - Magnini sicherte sich Kraul-Krone - Staffel-Duell an USA

Montreal - Die Polin Otylia Jedrzejczak hat am fünften Wettkampftag der Schwimm-Entscheidungen bei der WM in Montreal für Weltrekord Nummer fünf gesorgt. Die 21-Jährige entschied am Donnerstag (Ortszeit) über 200 m Delfin ein packendes Duell mit der Australierin Jessicah Schipper für sich. US-Star Michael Phelps holte über 200 m Lagen sein drittes Gold bei diesen Titelkämpfen, über 100 m Kraul setzte sich der Italiener Filippo Magnini durch.

Schipper legte Jedrzejczak ein gehöriges Tempo vor, lag bis zur 150-m-Marke unter den von ihrer 21-jährigen Konkurrentin am 4. August 2002 im Berliner EM-Finale geschwommenen Weltrekord-Durchgangszeiten. Doch Jedrzejczak konterte und verbesserte in 2:05,61 Minuten ihre Weltbestzeit um 17/100. Nach diesem starken Finish war sie zum Jubeln zu ausgepumpt. Schipper lag 4/100 zurück, Dritte wurde Yuko Nakanishi (JPN/2:09,40).

Phelps wehrte Angriff von Cseh ab

Phelps hatte hart zu kämpfen, um Laszlo Cseh auf Distanz zu halten. Der Ungar war nach der Delfin- und Rückenlage bereits um 71/100 voran gelegen, doch der Weltrekordler entschied das Rennen ausgerechnet auf der Brustlage für sich. In 1:56,68 blieb der 20-Jährige 72/100 über seinem Weltrekord. Cseh drückte den am 11. September 1994 von Jani Sievinen (FIN) fixierten Uralt-Europarekord um 55/100 auf 1:57,61. Bronze holte Ryan Lochte (USA/1:57,79).

Vor diesem Endlauf war Phelps im Finale über 100 m Kraul engagiert und wurde in 48,99 Sekunden nur Siebenter. Danach erklärte er, der Kraul-Lage trotzdem weiter treu bleiben zu wollen: "Zwei Mal unter 49 Sekunden zu sein war ein Schritt in die richtige Richtung." Phelps hatte ja in Montreal auf ein Antreten über 200 m Delfin und 400 m Lagen verzichtet, um sich stattdessen über 100 und 400 m Kraul zu versuchen. Die Rechnung ging nicht auf, vor der 100 m-Enttäuschung war er über 400 m bereits im Vorlauf gescheitert.

Magnini über 100 Meter Kraul unschlagbar

Magnini markierte als großer Sieger auf der zweitkürzesten Kraul-Distanz in 48,12 Sekunden WM-Rekord und schob sich damit in der ewigen Bestenliste hinter Pieter van den Hoogenband (NED/48,87) auf Rang zwei. Magnini: "Ich fühle mich so gut, das ist eine große Überraschung für mich." Der 23-Jährige kam auf der zweiten Länge von hinten und fing noch die Südafrikaner Roland Schoeman (48,28) und Ryk Neethling (48,34) ab.

Rücken-Sprint an Giaan Rooney

Den Rücken-Sprint der Damen entschied Giaan Rooney (AUS) in 28,63 Sekunden vor Gao Chang (CHN/28,69) und Antje Buschschulte (GER/28,72) für sich. "Genau für diesen Sieg bin ich hierher gekommen", jubelte Rooney. Bemerkenswert, dass die 22-Jährige vor vier Jahren in Fukuoka den WM-Titel über 200 m Kraul geholt hatte, eine ganz konträre Strecke zu den 50 m Rücken.

Die 4x200-m-Kraulstaffel der Damen wurde zum Duell der USA-Equipe mit jener Australiens. Die Australierinnen waren die meiste Zeit in Front gelegen, doch Kaitlin Sandeno sicherte sich und ihren Kolleginnen Natalie Coughlin, Katie Hoff und Whitney Myers noch Gold. 7:53,70 waren WM-Rekord und nur 28/100 über dem auch von den USA im Vorjahr bei Olympia fixierten Weltrekord. Australien kam auf 7:54,06, China ergatterte Bronze (7:57,29). (APA)

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    Natalie Coughlin beim Sieg der US-Damen-Staffel.

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    Otylia Jedrzejczak schlägt an.

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