Wirbelstürme wüteten in Europa

29. Juli 2005, 12:40
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Starke Winde in Frankreich und Mini-Tornado in Birmingham zogen Schneise der Verwüstung durch dichtbebautes Gebiet

London - Ein Wirbelsturm mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h hat eine Schneise der Verwüstung in Birmingham geschlagen. Wie die Rettungskräfte in der zweitgrößten Stadt Englands heute berichteten, wurden mindestens 20 Menschen verletzt.

Der Mini-Tornado suchte eine dichtbebaute Fläche von etwa einem Quadratkilometer im Süden Birminghams heim. Er entwurzelte Bäume, riss Zäune aus dem Erdboden und beschädigte hunderte Häuser. "Es passierte alles in wenigen Minuten. "Da lag auf einmal ein Baum auf einem Auto und andere auf den Häusern - es sieht aus wie eine Filmkulisse", sagt ein Augenzeuge der BBC.

Nach Angaben des britischen Wetterdienstes erreichte der Wirbelsturm eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. Es sei der schwerste Sturm seiner Art seit Jahren. Tornados tauchten extrem selten in bebauten Gegenden auf, hieß es weiter. Jährlich würden etwa 33 Tornados in Großbritannien registriert.

In der französischen Stadt Auxerre sorgten Windhosen und schwere Gewitter für hohe Sachschäden, 14 Menschen wurden verletzt. Auch in Teilen Deutschlands richteten orkanartige Sturmböen und Hagelschauer in der Nacht große Schäden an. (APA)

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    Birmingham nach Mini-Tornado

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