Liechtenstein Museum: "Sommerfrische" mit Frischware

28. Juli 2005, 15:20
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Steigen die Temperaturen, sinken die Eintrittspreise - Neue Ankäufe und Leihgaben in der Ausstellung

Wien - Nicht nur im Leopold Museum, auch im Liechtenstein Museum sieht man die Sommerhitze als besonders triftigen Grund für einen Museumsbesuch. Eine konstante Raumtemperatur von 22 Grad Celsius verbindet Kunstgenuss mit Abkühlung. Vom 1. August bis 18. September lockt überdies die Aktion "Sommerfrische im Liechtenstein Museum", bei der steigende Temperaturen sinkende Eintrittspreise versprechen: Ab einem prognostizierten Tageshöchstwert von über 30 Grad werden pro zusätzlichem Grad 10 Prozent nachgelassen. "Bei uns muss man aber nicht nackt oder in Bikini kommen wie in anderen Häusern", betonte Pressesprecherin Alexandra Hanzl in Anspielung auf die Aktion des Leopold Museums.

Neuerwerbungen und neue Leihgaben

Ab 28. Juli gibt es auch etliche Neuerwerbungen oder neue Leihgaben in der Sammlung zu bewundern. Zu den Neuankäufen, die nun in der Permanent-Ausstellung zu sehen sind, zählen ein kleines Reiterstandbild von Pietro Tacca und eine "Herkules"-Bronze von Ferdinando Tacca, die sich einst in der Sammlung des französischen Königshauses befand. "Damit ist nun auch die Spätzeit der Florentiner Bronze bei uns prominent vertreten", freute sich Museumsdirektor Johann Kräftner, der darauf verwies, dass auf dem Ende 2004 erworbenen prunkvollen Badminton Cabinet auch vier wunderbare Florentiner Bronzen, die die vier Jahreszeiten darstellen, zu finden sind. "Damit schließt sich auch dieser Kreis."

Neu erworben wurden auch ein "Kreuzabnahme"-Bozzetto, eine aus Terrakotta ausgeführte Relief-Arbeit von Soldani sowie die Waldmüller-Bilder "Die Unterrichtsstunde" und "Ruine des Griechischen Theaters zu Taormina". Auch zwei neue Leihgaben sind zu bewundern: Arcimboldos Gemälde "Die Erde" (aus dem "Vier Elemente"-Zyklus, von dem "Feuer" und "Wasser" im KHM zu finden sind) aus einer österreichischen Privatsammlung. Und im Rahmen der laufenden Giovanni-Giuliani-Ausstellung ist noch eine neue Leihgabe zu sehen, ein ursprünglich für Stift Heiligenkreuz ausgeführtes Barometer des Barock-Bildhauers. "Die Dame, der das Stück heute gehört, hat sich bei mir telefonisch gemeldet", erzählt Kräftner. "Obendrein wohnt sie ebenfalls im Neunten Bezirk. Es gibt immer wieder Erstaunliches ganz in der Nähe zu finden. Man muss nicht immer in der Ferne suchen." (APA)

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Liechtenstein Museum
Fürstengasse 1
1090 Wien
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