Bezahlen über das Handy könnte 10 Mio. Euro an Gebühren in Österreich sparen

29. Juli 2005, 08:52
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60 Prozent der Einzelhandels-Geschäfte mit Bargeld bezahlt

Im österreichischen Einzelhandel werden 60 Prozent aller Geldtransaktionen mittels Bargeld abgewickelt - ein großes Wachstumspotenzial für bargeldloses Bezahlen, so eine Einschätzung des internationalen Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Demnach weise der österreichische Markt eine jährliches Gebührenersparnis für Zahlungsverkehrsabwicklung von mehr als 10 Mio. Euro auf.

Berührungsängste

"Bisher waren die Berührungsängste vor Kooperationen zu groß. Versuche einzelner Unternehmen der Vergangenheit wie Paybox bzw. gerade erst SIMPAY sind gescheitert. Dabei zeigt Japan, wie es schnell und problemlos funktionieren kann", so die Berater. 150.000 der insgesamt knapp 8 Millionen österreichischen Handykunden bezahlen derzeit mit dem Paybox-System übers Handy, hatte Paybox, eine Tochter des größten österreichischen Mobilfunkanbieters Mobilkom Austria, im März des heurigen Jahres bekannt gegeben. Das Unternehmen erwirtschaftete 2004 mit 15 Mitarbeitern einen hochgerechneten Umsatz von rund 14 Mio. Euro.

Einfach

In Japan haben NTT DoCoMo und Sony in kurzer Zeit eine einfache, gerätebasierte Mobile Payment-Lösung etabliert, so die Berater. Nur fünf Monate nach dem Start des Dienstes verzeichneten die Anbieter Ende 2004 bereits eine Million Teilnehmer. Ende 2005 werden es mehr als zehn Millionen sein, schätzt Booz Allen Hamilton. Für die Zukunft setze NTT DoCoMo noch stärker als bisher auf die Zusammenarbeit mit Banken und Kartengesellschaften. "Die Partner haben ein Geschäftsmodell entwickelt, von dem alle Beteiligten profitieren. Das Positive: Keiner muss die gesamte Verantwortung für große Investitionen alleine tragen", erklärte Johannes Bussmann, der für Banken- und IT-Lösungen verantwortliche Geschäftsführer bei Booz Allen Hamilton.(APA)

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