Salzburg: Rammbockbande blieb ohne Beute

31. Juli 2005, 19:56
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Geparktes Auto behinderte rasende Fahrt auf Juweliers-Auslage

Salzburg/Wien - Nur zwei Wochen nach dem "Rammbock-Einbruch" in das Juweliergeschäft Nadler in der Salzburger Innenstadt, haben in der vergangenen Nacht erneut unbekannte Täter versucht, mit einem gestohlenen Auto die Auslage einer Nadler-Filiale im Zentrum der Stadt einzudrücken. "Das Fenstergitter hat gehalten, das Glas dahinter ist zersplittert, aber es ist kein Loch entstanden, zeigte sich Besitzerin Ilse Nadler erleichtert. Die Täter hätten nichts mitgenommen.

Wieder gestohlener Geländewagen

Die Vorgangsweise der Täter war der vor zwei Wochen "sehr ähnlich", sagte Bruno Wurhofer von der Polizei. Der Geländewagen ein Toyota RAV 4 war wieder gestohlen. Nach dem misslungenen Einbruch ließen die Unbekannten das Auto mitten auf der Fahrbahn stehen.

Geparktes Auto behinderte Anfahrt

Das Fenstergitter, das Panzerglas und zwei geparkte Autos vor dem Geschäft wurden beträchtlich beschädigt. Wegen der abgestellten Autos konnten die Einbrecher nicht auf die Auslage zurasen, sondern mussten im schrägen Winkel anfahren. "Das hat den Anlauf gebremst", erklärte der Beamte.

Betonpoller wurden abgelehnt

Vor zwei Wochen hat Inhaberin Ilse Nadler beim Bürgermeister die Errichtung von Betonpollern zwischen Gehsteigrand und Straße beantragt. "Leider wurde der Antrag in der Gemeinderatssitzung wegen der Optik und der Behinderung des Verkehrs abgelehnt", so Nadler enttäuscht. In anderen Städten wie in Wien, Innsbruck, Hamburg, Lübeck und Zürich seien Betonpoller genehmigt worden. "Betonpoller helfen sicher", betonte Polizist Wurhofer.

Möglichwerweise organisierte Mafia

Es handle sich entweder um die selbe Bande oder um Nachahmungstäter, so Wurhofer. "Die Spurenermittlung ist noch nicht abgeschlossen." Dass eine international organisierte Mafia am Werk ist, schließt die Polizei nicht aus.

Passanten alamierten Polizei

Der übliche Schutz mit Panzerglas und Fenstergitter reiche nicht mehr aus, Juweliere sollten mit einer guten Alarmanlage ausgerüstet sein, rät der Beamte. Wie vor 14 Tagen haben wieder Passanten die Polizei alarmiert. Eine Täterbeschreibung liege nicht vor.

Juwelier war bereits vier Mal Opfer

Das Juweliergeschäft Nadler wurde in der Stadt Salzburg schon vier Mal Opfer von Verbrechern. Einen persönlichen Racheakt schließt Inhaberin Ilse Nadler aus. Die Einbrecher hätten es allein auf ihre Ware abgesehen, die sich gut verkaufen lasse. In der Nacht auf den 14. Juli hatten Unbekannte im Linzergassen-Geschäft 45 Uhren vorwiegend der Marke Breitling und Omega im Wert von 80.000 Euro gestohlen. Der Sachschaden betrug 40.000 Euro.(APA)

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