Behörden rechnen mit vielfältigem Siedler-Widerstand

30. Juli 2005, 15:52
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Polizei fürchtet Schüsse, Hunde und Pestizide bei Räumung

Jerusalem - Polizei und Armee in Israel haben einem Medienbericht zufolge in einer 50-seitigen Vorlage mögliche Widerstandsmaßnahmen gewaltbereiter Siedler bei einer Räumung des Gazastreifens zusammengestellt. Die Behörden rechneten unter anderem damit, dass die Sicherheitskräfte beschossen würden, berichtete das israelische Fernsehen am Mittwochabend.

Radikale Siedler könnten zudem Kampfhunde auf die anrückenden Soldaten und Polizisten hetzen, hieß es unter Berufung auf das interne Dokument weiter. Möglicherweise würden sich die Siedler auch mit dem Einsatz von Pestiziden gegen die Räumung ihrer Häuser zur Wehr setzen.

Der Siedlerrat Yesha kritisierte die Existenz der Vorlage. Sie komme einer "Verteufelung" der jüdischen Siedler gleich, teilte die Organisation in einer Erklärung mit. Der Abzug der jüdischen Siedler aus dem Gazastreifen und einigen Orten im Westjordanland soll Mitte August beginnen. Etwa 8000 Siedler sind davon betroffen. (APA)

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