Koubek und Melzer im Achtelfinale

9. Dezember 2005, 10:33
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Der Kärntner arbeitete Christophe Rochus auf, Jürgen Melzer setzte sich gegen Dusan Vemic durch - Marach, Köllerer und Dawidenko out

Kitzbühel - Österreich ist am Donnerstag im Achtelfinale der mit 646.250 Euro Generali open in Kitzbühel mit zwei Spielern vertreten. Stefan Koubek eliminierte am Mittwoch den als Nummer 12 gesetzten Belgier Christophe Rochus, der beim Stand von 6:4,4:6,4:5 beim zweiten Matchball für den Österreicher aufgeben musste. Der Kärntner trifft nun auf Titelverteidiger Nicolas Massu. Jürgen Melzer wurde am Mittwochabend mit einem hart erkämpften 6:2,3:6,6:3-Sieg über den Qualifikanten Dusan Vemic (SCG) seiner Favoritenrolle gerecht und trifft nun auf den Spanier Fernando Verdasco.

Unerwartetes Ende

"Das ist ganz unerwartet, dass da so ein Krampf einfahren kann. Aber an so ein Ende hätte ich nicht gedacht. Allerdings hätte ich gerne auch noch den letzten Punkt gemacht", meinte Koubek zu dem unerwarteten Ende. Bei 5:4,40:30 hatte Österreichs Nummer zwei den zweiten Matchball, als der vorher schon zweimal an beiden Beinen behandelte Belgier bei seinem Aufschlag zusammenzuckte und kaum mehr gehen konnte. Er humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht zum Netz und gab nach kurzem Zuwarten auf.

"Richtig reingefightet"

Koubek ("Ich habe gewusst, dass er müde sein muss") hatte selbst konditionell keinerlei Probleme und entschied damit auch das dritte Duell mit dem Belgier für sich. "Ich habe nicht so gut serviert und gespielt wie am Vortag, doch ich habe gewusst, dass ich gewinnen sollte und habe mich richtig reingefightet", berichtet der ÖTV-Daviscuppper, der laut eigenen Angaben beim Daviscup auch schon Olivier Rochus - den Bruder von Christophe - "mit Krämpfen "weggemacht" hatte. Christophe konnte übrigens im Umkleideraum schon wieder halbwegs normal gehen.

Nun gegen Massu...

Am Donnerstag geht es gegen den angeschlagenen Massu, der durch Leistenprobleme gehandicapt ist und bereits mit Köllerer große Mühe hatte. "Auch Massu ist schlagbar", behauptete der Österreicher, der allerdings nur zu gut weiß, dass man diesen Mann "nie unterschätzen" darf. "Man hat ja bei Olympia gesehen, dass er bis zum letzten Ball fightet und man ihn nie abschreiben darf."

..der Köllerer bezwang

Köllerer, im Entry-Ranking auf Rang 215 weit schlechter platziert als Massu (36), hatte nach seinem Sieg über den Tschechen Michal Tabara mit einer weiteren Überraschung spekuliert und viel hat auch nicht gefehlt. "Ich hatte genug Chancen, habe aber zu viele unerzwungene Fehler gemacht. Ohne sie wäre ich wieder für eine Überraschung gut gewesen und hätte bei mehr Konzentration locker gewinnen können, deshalb bin ich mega-enttäuscht", resümierte der 21-jährige Welser nach der 6:7 und 5:7-Niederlage.

Pflichtsieg für Melzer

Für Melzer ging mit diesem Erfolg eine schwarze Serie zu Ende. Nachdem er bei seinen bisherigen vier Kitz-Auftritten kein einziges Single-Match gewonnen hatte, gelang ihm nun gegen den im Entry Ranking nur auf Position 217 geführten Hipfl-Bezwinger endlich der erwartete Pflichtsieg. Der Deutsch Wagramer hatte allerdings mit dem unorthodoxen Spiel des Belgraders, der den ÖTV-Spieler des öfteren mit Stops und Lobs überlistete, ab dem zweiten Set große Probleme. Erst mit zwei Breaks zum 4:3 und 6:3 entschied er nach 1:41 Stunden die Partie für sich.

Ein "schwieriges Match"

"Er hat eineinhalb Sätze über seine Verhältnisse gespielt. Ich bin froh, dass ich nicht auseinander gefallen bin und gewonnen habe, denn ich bin der bessere Tennisspieler", meinte der als Nummer neun gesetzte Melzer. Auf jeden Fall war es für ihn ein "schwieriges Match, weil der Druck hier für mich sehr groß ist".

Nächster Gegner Verdasco

Nun ist aber der Bann endlich gebrochen, allerdings wartet nun mit Verdasco ein starker Gegner. Der ungesetzte Spanier stand im Vorjahr im Halbfinale von Kitzbühel und wurde erst von Gaston Gaudio gestoppt. "Er ist sehr unangenehm zu spielen, gegen ihn bin ich nicht der Favorit", bemerkte Österreichs Nummer eins vor dem ersten Duell mit dem im Entry Ranking auf Platz 68 geführten Spanier.

Marach scheidet aus

Fernando Gonzalez, der durch seinen jüngsten Sieg in Amersfoort in der Weltrangliste auf Rang 17 vorgerückt ist, war gegen den Österreicher Oliver Marach (Nr. 162) nie in Gefahr und machte nach 1:09 Stunden den erwarteten Aufstieg mit 6:3 und 6:4 perfekt. "Ich habe bis zum letzten Punkt alles gegeben, aber es hat nicht gereicht. Außerdem hat er in den wichtigen Phasen Super-Punkte gespielt", bilanzierte der 25-jährige Steirer, der mit der schnellen Vorhand seines Gegner und dessen variabler Spielweise von Beginn an Probleme hatte und dadurch nie seinen Rhythmus fand.

Dawidenko draussen

Aus dem Rennen ist neben etlichen anderen Gesetzten auch schon Turnierfavorit Nikolaj Dawidenko. Der russische French Open-Halbfinalist, der heuer in St. Pölten durch einen Finalsieg über Jürgen Melzer seinen fünften ATP-Titel geholt hatte, unterlag dem Argentinier Mariano Zabaleta 4:6,6:7, war aber durch seine jüngsten Magenprobleme von Stuttgart (Aufgabe im Halbfinale) noch geschwächt und konnte nicht seine volle Leistung bringen. (APA

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    Stefan Koubek fightet gegen Christophe Rochus in der zeiten Runde von Kitzbühel.

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