Absetzbetrag für private Kinderbetreuung soll kommen

27. Juli 2005, 12:17
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Frauenministerin denkt an 1.500 Euro - Negativsteuer für weniger Privilegierte unwahrscheinlich

Wien - Nunmehr nahm auch Frauenministerin Maria Rauch-Kallat die Forderung nach einem steuerlichen Absetzbeitrag für Kinderbetreuungs-Kosten auf. In der "Tiroler Tageszeitung" vom Mittwoch sprach sie sich für einen Absetzbetrag von 1.500 Euro pro Jahr aus. "Als erster Schritt" sollen ausschließlich die Kosten von privat organisierter Kinderbetreuung - also zum Beispiel das Gehalt eines Kindermädchens - steuerlich begünstigt werden, so die Ministerin.

Negativsteuer eher unwahrscheinlich

Immerhin seien Kindergartenplätze in der Regel ohnehin mit öffentlichen Geldern gefördert. Allerdings müsse vorher verfassungsrechtlich geprüft werden, ob nicht eine Ungleichheit vorliege, wenn nur privat anfallende Betreuungskosten abgesetzt werden können, meinte die Ministerin. Rauch-Kallat: "Ich will einfach all jene berücksichtigen, die weder einen Anspruch auf das Kindergeld haben, weil sie die Zuverdienstgrenze von 14.600 Euro überschreiten, noch einen Kindergartenplatz in Anspruch nehmen."

An eine Negativsteuer, um auch jene 40 Prozent mit niedrigeren Einkommen zu begünstigen, die derzeit keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen, denke sie zunächst einmal nicht. "Ich will einfach mal den Fuß in der Tür haben." (APA)

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    Nun kommt sie also doch? Die Steuerreform, jedoch nur für privat organisierte Kinderbetreuung.
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