AK warnt vor "Millionen-Erbschaften" aus Südafrika

29. Juli 2005, 15:30
7 Postings

Nach Bekanntgabe der eigenen Kontonummer wird eine Vorausprovision fällig

Wien - Vor der Annahme "falscher Erbschaften" aus Südafrika warnte die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ). Demnach haben einige Personen E-Mails erhalten, in denen ihnen vorgegaukelt wurde, einziger Erbe eines bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Ehepaares zu sein. Wer Adresse und Bankverbindung bekannt gibt, würde fünf Millionen Dollar überwiesen bekommen. Der Absender scheint an der Vorausprovision interessiert zu sein.

Ernst Hafrank von der AKNÖ ging dem Fall nach und fand einen gewissen Phil Mabota, der angeblich von der Standard Bank in Südafrika, die E-Mails versendet, in denen der Adressat als einziger Erbe von Gerald Welsh und dessen Ehefrau angesprochen wird.

Das Ehepaar ist tatsächlich bei einem Flugzeugabsturz getötet worden, jedoch nicht im Jänner 2005, wie behauptet wird, sondern bereits im Oktober 1999. Ein Phil Mabota ist der Bank nicht bekannt.

Vorausbetrug

Falls sich jemand für die Erbschaft interessiert, wird er aufgefordert, Name, Firma, Telefonnummern und Bankverbindung per Mail bekannt zu geben. "Hier haben wir es mit dem so genannten Vorausbetrug zu tun. Das heißt, dass bei internationalen Überweisungen in solchen Betragshöhen der vermeintliche Empfänger des Geldes eine Vorausprovision an das Geldinstitut zu überweisen hat", erklärte Hafrank.

Üblicherweise sind dies 0,3 bis 0,5 Prozent des fälligen Betrages. Hafrank: "Aus Erfahrung wissen wir, dass immer wieder Menschen auf diese Mails reagieren. Wir warnen ausdrücklich davor." (APA)

Share if you care.