Nordkorea gegen US-Vorschlag im Atomstreit

28. Juli 2005, 16:59
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Pjöngjang verlangt von Washington "bedingungslose Nicht-Angriffs-Garantie"

Seoul/Peking - Nordkorea hat nach Medienberichten bei den Sechser-Gesprächen in Peking über sein umstrittenes Atomprogramm einen Vorschlag der USA zur Lösung des Konflikts abgelehnt und von Washington eine bedingungslose Nicht-Angriffs-Garantie verlangt. Der US-Vorschlag sei "unvernünftig" und enthalte keine spezifischen Angaben über eine friedliche Koexistenz, zitierte am Mittwoch die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap den nordkoreanischen Vizeaußenminister Kim Kye Gwan.

Der nordkoreanische Delegationschef habe auf den Vorschlag geantwortet, den die USA bei der vorigen Sechserrunde (mit Südkorea, China, Japan und Russland) vor mehr als einem Jahr vorgelegt hätten. Der Vorschlag sah unter anderem Anreize wie Sicherheitsgarantien und Wirtschaftshilfe bei einem vollständigen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms vor.

Kim Kye Gwan habe zugleich erklärt, dass Nordkorea das Atomprogramm beenden wolle, falls die USA die bilateralen Beziehungen normalisierten und ihre atomare Bedrohung des Landes beseitigten, berichtete Yonhap. Die USA müssten eine "bedingungslose Garantie" geben, keine Atomwaffen gegen Nordkorea einzusetzen. US-Chefunterhändler Christopher Hill habe Nordkorea erneut aufgerufen, alle bestehenden Atomwaffen und Atomprogramme zu beseitigen.

Die Delegierten bei den Sechser-Gesprächen hatten am zweiten Tag ihre Beratungen fortgesetzt. Nach 13-monatiger Unterbrechung hatte die neue Runde am Vortag mit positiven Signalen der USA und Nordkoreas begonnen. Hill hatte erklärt, Washington werde nach dem Prinzip "Tat für Tat" auf ein Einlenken Pjöngjangs antworten. (APA/dpa)

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