Polizei will Verdächtige länger festhalten

28. Juli 2005, 19:44
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Debatte über Verschärfung der Antiterrorgesetze - Opposition mahnt Freiheitsrechte ein - Blair will nicht zurückweichen

London - Premierminister Tony Blair besprach am Dienstag mit den Oppositionsparteien besprach die geplante Verschärfung der Antiterrorgesetze. Der Chef der Liberaldemokraten, Charles Kennedy, mahnte anschließend, "grundlegende bürgerliche Freiheitsrechte" dürften der Terrorbekämpfung nicht geopfert werden. Auch der Chef der Konservativen, Michael Howard, sagte, er habe große Bedenken gegen die Forderung der Polizei, Verdächtige künftig nicht nur 14 Tage, sondern drei Monate lang ohne Anklage festhalten zu dürfen. Weitgehend einig sei er sich dagegen mit der Regierung, dass abgehörte Telefongespräche als Beweismaterial vor Gericht zugelassen werden sollten.

Kein Zurückweichen

Blair sagte während seiner monatlichen Pressekonferenz, er werde vor den Terroristen keinen Zentimeter zurückweichen: "Der 11. September hat mich wachgerüttelt. Und wissen Sie, was das Problem ist? Ein großer Teil der Welt ist für kurze Zeit wach geworden, aber inzwischen wieder eingeschlafen." Viele hätten immer noch nicht begriffen, dass Al Kaida nicht einfach eine neue Terrorgruppe sei, sondern eine "grenzenlose Bereitschaft zum Töten" mitbringe und auch Massenvernichtungswaffen einsetzen wolle. (APA/Reuters/dpa)

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