"Neueröffnung" einer KZ-Außenstelle

29. Juli 2005, 12:55
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Fauxpas um Einladung der steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic zu einer Gedenkstätten-Einweihung

Ein Fauxpas, der der steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und ihrem Büro unterlaufen ist, löste in der steirischen Politikszene jetzt einiges Kopfschütteln aus. Klasnic ließ die Eröffnungsfeier der KZ-Gedenkstätte Peggau für 2. August platzen.

Man hatte unter anderem darauf vergessen, Opferverbände, Überlebende und Angehörige entsprechend einzubinden. Auch SPÖ-Landesrat Kurt Flecker, der aus Ressortmitteln mitfinanzierte, fühlte sich übergangen. Schließlich wollte auch die geladene Zeitzeugin absagen. Die Feier hatte zu sehr den Anschein einer ÖVP-Wahlkampfveranstaltung erhalten. Klasnic sah sich gezwungen den Termin abzusagen und auf die Zeit nach der Wahl zu verschieben. Auch Bundespräsident Heinz Fischer wurde wieder ausgeladen.

Getitelt wurde die offiziellen Mitteilung über diese Verschiebung: "Landeshauptmann Waltraud Klasnic zur geplanten Neueröffnung des KZ-Mauthausen - Außenstelle Peggau." Es handle sich um die "Neueröffnung der Gedenkstätte" in Peggau, kam erst etliche Zeit später die notwendige Korrektur. (mue/DER STANDARD, Printausgabe, 27.07.2005)

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