Kokain: Die größten Aufgriffe in Österreich

27. Juli 2005, 08:13
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140 Kilogramm sind Rekord

Wien - Den Rekord bei den Kokain-Sicherstellungen in Österreich hält die Steiermark mit 140 Kilogramm der Droge, die im Jänner in einem Lagerhaus bei Graz gefunden worden waren. Zuvor waren 50 Kilogramm, die am 5. November 2002 am Flughafen Wien-Schwechat beschlagnahmt wurden, der Spitzenwert.

Im Folgenden eine Übersicht über die größten österreichischen Kokain-Funde der vergangenen Jahre:

~ - Februar 1990: 16,5 Kilogramm Kokain werden in Wien sichergestellt. Das Suchtgift wird in den Koffern eines bolivianischen Paares entdeckt. Die beiden Kuriere werden in einem Hotel in der Wiener Innenstadt festgenommen.

- Juni 1991: Auf dem Wiener Südbahnhof werden zwei Argentinierinnen verhaftet, die 17,6 Kilogramm der Droge bei sich führen. Sie waren von Sao Paulo über Zürich nach Schwechat gekommen und wollten nach Italien weiterreisen.

- Oktober 1993: 25 Kilogramm werden ebenfalls in Schwechat sichergestellt. Die Drogen stammte aus Kolumbien und war für Spanien bestimmt.

- Dezember 1993: Eine 34-jährige Italienerin wird mit zehn Kilo Kokain in Wien festgenommen. Sie war von Buenos Aires nach Österreich geflogen und wollte per Zug mit der Droge nach Rom weiterreisen.

- April 1994: Ein aus Kokain gefertigter Koffer, wird am Flughafen Schwechat entdeckt: Ein 50-jähriger Kolumbianer versuchte mit dem Gepäckstück einreisen. Laut Schätzungen wäre es möglich gewesen, aus dem 5,5 Kilogramm schweren Koffer drei bis vier Kilo der Droge zurückzugewinnen.

- Dezember 1997: Zwölf Kilogramm des weißen Pulvers bilden den Jahresrekord des Jahres 1997: Am Wiener Südbahnhof wurde dieser Fund im Gepäck eines 56-jährigen Italieners gemacht, der zuvor von Bogota über Frankfurt nach Wien gekommen war und nach Rom fahren wollte.

- Februar 1998: 33 Kilogramm Kokain werden - in Kaffeepackungen - in Schwechat entdeckt. Die Ladung waren in zwei Koffern versteckt.

- August 1999: Ein sehr aufwändiges Drogenversteck fliegt in Wien-Schwechat auf: Zwölf Kilogramm Kokain waren in Kopalsteine eingearbeitet und in zwei Paketen aus Kolumbien versteckt. Der Adressat, ein Kremser Mineralienhändler, wird verhaftet.

- Februar 2001: 45 Kilogramm Kokain finden aufmerksame Zollbeamte in den Rollkoffern dreier Männer. Die Droge ist in Blöcken versteckt, mit Bekleidung und Frischhaltefolie umschlossenen sind.

- November 2002: 50 Kilogramm der Substanz finden die Drogenfahnder in Schwechat. Das Kokain ist in einer Sendung mit Hydraulikzylindern verpackt, die von Kolumbien über Ungarn nach Italien gebracht werden sollte.

- Jänner 2005: 140 Kilogramm der Droge werden in der Steiermark sichergestellt. Das Kokain hat einen Straßenverkaufswert von rund 100 Millionen Euro. Die Drogen wurden in einem Lagerhaus bei Graz zwischengelagert und sollten von dort verteilt werden.

- Jänner 2005: Ein internationaler Drogenring wird auf dem Flughafen

Wien zerschlagen. Die Polizei stellt insgesamt 30 Kilo Kokain

sicher. Sechs Verdächtige wandern in Haft.

- Juli 2005: Am Flughafen Wien werden 24 Kilo Kokain entdeckt.

Wert der heißen Ware, die sich in einem herrenlosen Koffer

befindet: Wert 13,4 Millionen Euro. (APA)

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