Komödie "Meeresfrüchte" läuft an

26. Juli 2005, 11:14
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Ein Film über die Beziehungen zwischen den Geschlechtern

Wien - Ein Familienurlaub voller turbulenter Abenteuer rund um die Liebe zwischen Frauen und Männern, Jugendlichen - und zwischen Männern und Männern: Es gelingt wohl nur Franzosen, dieses Thema so zu inszenieren, dass es nicht ins Peinliche abrutscht. "Meeresfrüchte" von Olivier Ducastel und Jacques Martineau ("Felix", "Mein Leben in der Provinz") ist eine luftige, unterhaltsame Sommerkomödie mit einem hervorragenden Ensemble. Da verzeiht man auch ein etwas zu ausgelassen gestaltetes Ende.

Zum Inhalt

Die attraktive Beatrix (gespielt von Valeria Bruni-Tedeschi) verbringt mit ihrem Mann Marc (Gilbert Melki) und dem pubertierenden Sohn Charly die Sommerferien in einem idyllisch gelegenen Haus an der Mittelmeerküste. Als Charlys homosexueller Freund, Beatrix' Liebhaber und der schwule Installateur Didier (Jean-Marc Barr) auftauchen, beginnt sich nicht nur das Liebeskarussell zu drehen. Es brechen letztendlich auch alle gewohnten Strukturen auf - zum Wohl aller Beteiligten.

"Meeresfrüchte" lebt weniger von der (durchschnittlichen) Handlung als von den interessanten, nie flachen, aber auch nicht überzogenen Charakteren, dem Zusammenspiel zwischen den SchauspielerInnen, dem Spiel mit Klischees und von Wortwitzen sowie Situationskomik in wohldosierten Portionen. Die Beziehung zwischen den Geschlechtern gibt der Story ebenso Impulse wie die Konflikte zwischen den Generationen. Vor allem ist die Produktion eine Lobeshymne auf Toleranz - mit utopischen Ausmaßen. (APA)

Ab 29. Juli im Kino
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