Zwei Tote und vier Verletzte bei Amoklauf in Niedersachsen

27. Juli 2005, 08:13
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Pensionierter Polizist erschoss seine Lebensgefährtin und sich selbst

Bei einem Amoklauf in Stade in Niedersachsen hat in der Nacht auf Dienstag ein 61 Jahre alter Mann vier Menschen verletzt und dann auf offener Straße seine 36-jährige Lebensgefährtin erschossen. Danach beging der Täter Selbstmord.

Der pensionierte Polizist habe in der Stader Innenstadt einen lautstarken Streit mit einer 34-jährigen Ex-Freundin gehabt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Als Passanten schlichten wollten, habe er wild um sich geschossen und vier Menschen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Anschließend habe der Mann in zwei bis drei Kilometern Entfernung seine Lebensgefährtin erschossen und die Waffe dann gegen sich selbst gerichtet. Bei dem Amokläufer wurden laut Polizei Abschiedsbriefe gefunden, die auf eine Beziehungstat schließen lassen.

Passanten getroffen

Ein erster Notruf war bei der Polizei am Montagabend gegen 23.00 Uhr eingegangen. Am Tatort vor einem Steakhaus fanden die Beamten vier schwer verletzte Personen auf dem Straßenpflaster. Die 34-jährige Ex-Freundin hatte einen Kopfschuss erlitten, drei weitere Passanten waren von den Kugeln in Fuß und Arm sowie im Bauchbereich getroffen worden.

Nur zehn Minuten später ging bei der Polizei ein erneuter Notruf ein, wonach die Leiche des Amokläufers und seiner Lebensgefährtin gefunden worden waren. Neben dem Mann lag die Tatwaffe.

"Wir müssen nun klären, wie es zu solchen einem Ausbruch von Aggression kommen konnte", sagte ein Polizeisprecher. Der 61-Jährige sei nie zuvor durch Gewaltakte aufgefallen. (APA/AFP)

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