Musharraf weist pakistanische Spuren zurück

26. Juli 2005, 11:21
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Präsident: Verdacht "ohne jede Grundlage"

Islamabad - Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat eine Verbindung von den Terroranschlägen in Ägypten und in Großbritannien in sein Land zurückgewiesen. Ein "zersplittertes" Al-Kaida-Netzwerk in Pakistan könne unmöglich die Attentäter von London und Sharm el-Sheikh angeleitet haben, sagte Musharraf am Montag vor Journalisten in Lahore. Die Kommunikationsstruktur von Al Kaida sei in seinem Land "zerstört", und Vermutungen, dass die Organisation in Pakistan ihre Basis habe, seien "absolut ohne jede Grundlage".

Angesichts dieser Situation Lage sei es "völlig falsch" davon auszugehen, dass ein "Al-Kaida-Mann hier sitzt und die Ereignisse in London oder Sharm el-Sheikh oder anderen Teilen der Welt" kontrolliere, sagte Musharraf. Die Welt müsse verstehen, dass Al Kaida ein "Phänomen" geworden sei, dass über keinerlei von Pakistan ausgehende Befehlsstrukturen verfüge, sagte der Staatschef weiter. Es gebe auch keine "totale Koordination irgend eines Anführers". Die Organisation sei nur mehr "ein Phänomen, bei dem jeder angefangen hat, sich Al Kaida zu nennen, ob er es in London gemacht hat oder in Sharm el-Sheikh".

Sowohl nach den Anschlägen in London vom 7. Juli als auch nach den Anschlägen in Sharm el-Sheikh am vergangenen Samstag fahnden die jeweiligen Behörden nach verdächtigen Pakistanis oder Bürgern pakistanischer Abstammung. In London waren insgesamt 56 Menschen getötet worden, bis zu 88 weitere in dem ägyptischen Badeort. (APA)

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