Experte: "Videoüberwachung keine Möglichkeit, um Terrorismus zu bekämpfen"

27. Juli 2005, 15:25
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"Überwachungsleistung für das Personal ist enorm"

Wien - Skeptisch ist der Sicherheitsexperte und frühere Cobra-Chef Wolgang Bachler bezüglich der vom Innenministerium geplanten Ausweitung der Videoüberwachung. In der "ZiB2" am Montagabend und im "Kurier" (Dienstag-Ausgabe) vertrat Bachler die Auffassung, dass dies keine geeignete Möglichkeit sei, den Terrorismus zu bekämpfen. Er verwies darauf, dass die aufgezeichneten Daten auch vom Personal kontrolliert werden müssten - "die Überwachungsleistung für das Personal ist enorm." Er glaubt auch nicht das es machbar wäre, alle Telefongespräche und E-Mails zu analysieren.

Gleichzeitig betonte der Sicherheitsexperte aber auch, dass eine Video-Überwachung "nicht wertlos" sei. Es komme immer darauf an, was man damit erreichen wolle. An den beiden öffentlichen Plätzen, wo sie derzeit in Betrieb sind (Wiener Schwedenplatz und SCS in Vösendorf), sei die Kriminalität deutlich zurück gegangen. "Die präventive Wirkung ist nicht zu unterschätzen." (APA)

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