60-jähriger Deutscher warb für Toilettenpapier mit Aufdruck "Koran"

27. Juli 2005, 08:13
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Wollte angeblich aus Erlös Mahnmal für Opfer des Islamismus errichten

Münster - Für Toilettenpapier mit dem Aufdruck "Koran" hat ein 60-jähriger Mann aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen geworben. Im Internet habe der Mann geschrieben, der Erlös sei zur Errichtung eines Mahnmals für Opfer des Islamismus bestimmt, teilte die Münsteraner Polizei am Montag mit. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt nun wegen des Straftatbestandes der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 60-Jährigen wurden geringe Mengen Toilettenpapiers sichergestellt, das mit "Koran" bedruckt war, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Computer des Mannes wurde beschlagnahmt. In seiner ersten Einlassung gab der 60-Jährige an, er habe eine Diskussion über die Opfer von islamistischen Gewalttaten anstoßen wollen. Den Verkauf von bedrucktem Toilettenpapier und die Errichtung eines Mahnmals habe er nicht geplant. (APA/AP)

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