London und Paris tauschen Information aus

27. Juli 2005, 06:39
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Außenministerin Plassnik in London

London - Großbritannien und Frankreich wollen künftig Informationen über islamische Hassprediger austauschen. Das teilte der britische Premier Tony Blair am Montag nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Dominique de Villepin in London mit. Villepin sagte: "Die Lösung (des Terrorproblems) besteht darin, zu handeln und stärker zu kooperieren. Genau das werden wir tun."

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern hatten sich zuletzt im Streit um das EU-Budget (Agrarsubventionen, "Britenrabatt") sowie angesichts der Rivalität um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 verschlechtert. Zuletzt löste der französische Innenminister Nicolas Sarkozy ein empörtes Dementi Londons aus, als er nach den Bombenanschlägen vom 7. Juli bei einem EU-Ministertreffen erklärte, einige "aus der Mannschaft" der Attentäter seien schon zuvor in Haft gewesen.

Plassnik bei Straw

Der Antiterrorkampf war auch ein Hauptthema des Gespräches, zu dem Österreichs Außenministerin Ursula Plassnik am Montagnachmittag in London mit ihrem britischen Pendant Jack Straw zusammentraf. Als EU-Vorsitzender sei "Großbritannien für Österreich in den nächsten Monaten ein besonders wichtiger Partner. Wir arbeiten an denselben Themen, ziehen am selben Strang und wollen unsere EU Präsidentschaften eng aufeinander abstimmen", sagte Plassnik im Vorfeld ihrer London-Reise. (dpa, APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 26.7.2005)

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