Operation Kratos als Anti- Terrormaßnahme

26. Juli 2005, 09:29
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Benannt nach dem griechischen Gott der Macht kommt die "Operation Kratos" zur Anwendung, wenn ein Selbstmordattentäter ausgemacht wird und gestoppt werden soll. Auf Anfrage des STANDARD wollte die Metropolitan Police in London offiziell nichts darüber preisgeben. Britische Medien berichteten allerdings, dass diese Antiterrortaktik seit etwa einem Jahr angewendet werden kann.

Britische Polizeioffiziere waren damals nach Israel gereist, um dort den Umgang mit Terroristen zu studieren. Insgesamt 3000 der 30.000 Londoner Polizisten sind dieser Shoot-to-kill-Strategie zufolge berechtigt, jemand zu erschießen, wenn sie gemäß "vernünftiger Annahme" davon ausgehen müssen, dass es sich bei dem Betreffenden um einen Selbstmordattentäter handelt. Dabei haben sie Befehl, auf den Kopf zu schießen. Der Verdächtige soll keine Chance haben, seine Bombe zu zünden. Außerdem könnte ein Schuss auf den Körper dazu führen, dass der Sprengsatz getroffen und ausgelöst wird.

Seit der Einführung der "Operation Kratos" ist rund um die Uhr immer ein Londoner Polizeioffizier in Bereitschaft, um eine solche Tötung notfalls zu autorisieren. Der Offizier hält per Funk Kontakt mit jener Einheit, die den Verdächtigen verfolgt. (kas/DER STANDARD, Printausgabe, 26.7.2005)

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