Odyssee von 21 rumänischen Roma im Nordatlantik

26. Juli 2005, 11:36
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Auf Island, den Färöern und den Shetland-Inseln nicht an Land gelassen

Kopenhagen - Eine Gruppe von 21 rumänischen Roma hat eine einwöchige Odyssee kreuz und quer über den Nordatlantik hinter sich. Die dänische Polizei bestätigte am Montag eine Meldung der Nachrichtenagentur Ritzau, wonach die Gruppe sowohl in Island und auf den Färöern als auch auf den Shetland-Inseln an Land gehen und um politisches Asyl ansuchen wollte, überall jedoch abgewiesen wurde.

Ritzau zufolge schifften sich die 21 Roma vor gut einer Woche im norwegischen Bergen auf dem färöischen Schiff "Norröna" ein und versuchten nacheinander in den Häfen Seydisfjördur (Island), Torshavn (Färöer) und Lerwick auf den zu Großbritannien gehörenden Shetland-Inseln politisches Asyl zu beantragen. In Lerwick kam es laut Ritzau zu einem Handgemenge mit Polizeibeamten, als einige der Roma an Land flüchten wollten.

Der diensthabende Offizier bei der Polizei im dänischen Thisted, Jan Jacobsen, bestätigte gegenüber der APA die Vorfälle. Die 21 Roma seien vergangenen Samstag bei ihrer Ankunft im nordjütländischen Hafen Hanstholm mit normaler Passkontrolle in die EU abgefertigt worden. "Wir kontrollierten lediglich ihre Pässe und ob sie für die Weiterreise in ihr Heimatland Rumänien genug Geld haben", so Jacobsen. Der Polizeisprecher verwies darauf, dass die betreffenden Personen der dänischen Polizei bekannt seien. (APA)

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