Siemens-Vorstand schließt Verkauf von SBS nicht aus

28. Juli 2005, 08:50
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Ganswindt mit Ergebnissituation des IT-Dienstleisters "überhaupt nicht zufrieden"

Siemens schließt einen Verkauf des defizitären IT-Dienstleisters Siemens Business Service SBS nicht aus. Vorstandsmitglied Thomas Ganswindt sagte dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe), zwar habe SBS eine Reihe interessanter Aufträge akquiriert, mit der Ergebnissituation sei man aber "überhaupt nicht zufrieden". Auf die Frage, ob der Verkauf ausgeschlossen sei, sagte Ganswindt: "Ich schließe nie irgendetwas aus - in keinem Bereich. Der Markt verändert sich sehr schnell."

Intensiv

Der Siemens-Vorstand sagte zudem, dass der Elektronikkonzern nach der Trennung von der Handysparte auf eine intensive Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Konzern BenQ setze. Siemens bringe BenQ Aufträge, indem der Konzern komplette Netze baue und dazu Handys im Paket anbiete. Wenn das Unternehmen bei BenQ einen signifikanten Umsatzanteil realisiere, sei das die stärkste Bindung, die man haben könne. "Und dann haben wir eine ganze Menge Einfluss", wurde Ganswindt zitiert. Es gebe im Management auf beiden Seiten ein klares Verständnis, "dass wir das Geschäft zusammen entwickeln".

Die SBS erwirtschaftete in Österreich mit 1.500 Mitarbeitern 2004 einen Umsatz von 318,4 Mio. Euro. (APA)

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