Brustkrebs im Vormarsch

25. Juli 2005, 12:26
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Trotzdem meiden deutsche Frauen Krebs-Vorsorge

Düsseldorf - Weniger als die Hälfte der deutschen Frauen gehen zur Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung. Waren es vor einem Jahr nur rund 30 Prozent, nutzen heute gerade mal 40 Prozent der Frauen die medizinisch notwendigen Untersuchungen.

In Deutschland sterben täglich rund 50 Frauen an Brustkrebs. Und jede Zehnte ist im Verlauf ihres Lebens von der Erkrankung betroffen. Nicht viel besser ist Lage bei den anderen Krebsarten, die das weibliche Geschlecht betreffen, wie etwa Gebärmutter- und Eierstockkrebs. Gut 26 000 Neuerkrankungen gibt es jedes Jahr, doch die Frauen gehen immer seltener zur Vorsorgeuntersuchung.

Risiko-Gruppe ältere Frauen

Besonders in der Risikogruppe im Alter ab 50 Jahren lässt die Teilnahme an der Früherkennung rapide nach. Die Gründe sind vielfältig: Einerseits glauben viele Frauen, nach den Wechseljahren nicht mehr betroffen zu sein, aber auch die Praxisgebühr spielt eine Rolle.

Dabei steigt gerade bei älteren Frauen die Erkrankungsrate mit zunehmenden Alter. Insgesamt nehmen nur rund 50 Prozent aller Frauen an den Untersuchungen teil, obwohl sie zur Leistung der Krankenkassen zählen. Nach einem Bericht der Zeitschrift "Für Sie" setzen sich ÄrztInnen jetzt dafür ein, dass für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ab dem Jahr 2006 eine Mammografie im Zweijahresrhythmus von der Kasse bezahlt wird. (red)

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