Terrorangst drückt Ölpreise

27. Juli 2005, 18:20
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Rückgang der Ölnachfrage durch sinkende Reiselust erwartet

New York/London - Die neu aufgekommene Terrorangst nach den Anschlägen in London und Ägypten hat am Montag die Ölpreise etwas gedrückt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zu Auslieferung im September verbilligte sich in New York um 1,3 Prozent auf 57,90 Dollar (48,0 Euro). Damit entfernte sich der Preis weiter von dem am 7. Juli erreichten Rekordhoch von 62,10 Dollar je Barrel, war aber immer noch um 40 Prozent höher als vor einem Jahr. Öl der Nordsee-Sorte Brent kostete in London mit 56,73 Dollar je Barrel rund 1,5 Prozent weniger.

Sinkende Reiselust

Nach den jüngsten Terroranschlägen werde am Markt ein Rückgang der Ölnachfrage durch eine sinkende Reiselust erwartet, hieß es. Außerdem werde vermutet, dass die permanent hohen Preise eine Abkühlung der Konjunktur auslösen könnten. So seien die Öleinfuhren Chinas im Juni erstmals seit vier Monaten zurückgegangen, wenn auch nur minimal. Die Preise sind in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen, unter anderem weil ein weiterer Anstieg der Nachfrage zum Jahresende erwartet wird.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) berichtete, ihre Produktion im Juni habe knapp über 30 Mio. Barrel pro Tag gelegen. Dies war wieder deutlich höher als die aktuellen Förderquoten von 28 Mio. Barrel am Tag. Die OPEC hat nur noch wenig freie Kapazitäten.

OPEC-Ölpreis Ende der Vorwoche gestiegen

Ende vergangener Woche hatte der Preis von OPEC-Öl leicht zugelegt. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) mit elf Sorten des Kartells laut dpa am Freitag im Durchschnitt 51,81 US-Dollar (42,67 Euro). Das waren 58 Cents mehr als am Vortag (51,23 Dollar). (APA/dpa)

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