Tirol: Betrunkene behinderten Rettungseinsatz

26. Juli 2005, 09:03
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Polizeiauto demoliert und Einsatzkoffer aus Rettungsauto entwendet - Verdächtige streiten Taten ab

Innsbruck - Bei dem Rettungseinsatz für eine 18-jährige Tirolerin, die nach einem Badeunfall am Sonntag in den frühen Morgenstunden mit Verdacht auf Querschnittlähmung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, ist es zu massiven Behinderungen des Rettungseinsatzes durch zwei betrunkene Seefestbesucher gekommen. Wie am Montag bekannt wurde, demolierten ein 20- und ein 21-Jähriger Teile eines Polizeifahrzeuges und entwendeten zwei Einsatzkoffer aus einem Rettungsauto. Ein Sanitäter, der einen der Männer festhalten hatte können, wurde leicht verletzt, teilte die Polizei mit.

Die Einsatzfahrzeuge hatten nahe des Unglücksortes auf der Walchseebundesstraße geparkt. Vermutlich durch eine Fehlfunktion waren die Seitenscheiben des Polizeifahrzeuges heruntergefahren. Der 20-jährige Deutsche aus Kössen (Bezirk Kufstein) und der 21-jährige Tiroler aus Walchsee rissen das Mikrofon und das Bedienelement der Blaulichtanlage aus dem Wagen und suchten mit den zwei Koffern aus dem Rettungsauto das Weite.

Auf freiem Fuß angezeigt

Der Sanitäter konnte einen der Männer festhalten. Bei diesem wurde das Mikrofon sichergestellt. Durch die Personenbeschreibung konnte wenig später der zweite Mann festgenommen werden, der das Bedienelement eingesteckt hatte. Die zwei Koffer fanden die Beamten in einem Gebüsch.

Die Tat streiten die beiden trotz Zeugenaussagen und belastender Indizien übrigens ab. Sie wurden auf freiem Fuß angezeigt. (APA)

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