Brasilianer protestierten gegen Scotland Yard

28. Juli 2005, 18:38
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Umfrage: 15 Prozent denken, Polizei sollte ihre Strategie der Kopfschüsse ändern - 85 Prozent sind gegenteiliger Meinung

London - Die brasilianische Gemeinschaft in London hat gegen die Tötung des unschuldigen 27-jährigen Brasilianers protestiert. Mit Dressen der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft und Nationalfahnen drückten sie am Sonntag vor dem Scotland Yard-Gebäude ihr Entsetzen über den verhängnisvollen Fehler der britischen Behörden aus.

In einer Sky-News-Umfrage "Shoot to kill - should police rethink their policy?" antworteten nur 15 Prozent der Befragten mit Ja. 85 Prozent sind von den Terror-Anschlägen offensichtlich noch immer so geschockt, dass sie den ermittelnden Beamten und Behörden sämtliche Befugnisse einräumen. Von Polizei-Seite gab es zwar eine Entschuldigung, aber eine klare Marschrichtung für die weitere Vorgehensweise: Keine Änderung der Strategie, hieß es. Scotland-Yard-Chef Ian Blair bestätigte, die britische Polizei wolle an ihrer Praxis festhalten, Terrorverdächtige im Zweifelsfall per Kopfschuss zu töten. Dazu gebe es keine Alternative. (APA)

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