Klagenfurt: Skinhead unter Mordverdacht

25. Juli 2005, 21:24
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Streit gesucht und 16-jähriges Mädchen mit Machete angegriffen

Klagenfurt - Der Mordversuch, den ein 16-jähriger Bursche in der Nacht zum Samstag in Klagenfurt an einem Mädchen verübte, spielt ins Neonazi-Milieu. Der deutsche Skinhead gab zu, bewaffnet gewesen zu sein, um Ausländer zu verprügeln.

Der wegen Körperverletzung und Raub bekannte Bursche hatte am Samstagabend in einer Discothek Streit begonnen und einem Jugendlichen mit einem Buschmesser eine Halsverletzung zufügte. Danach fiel er über unbeteiligte Mädchen her. Einer 16 Jahre alten Friseurin fügte er dabei Stiche am Hals zu, hackte ihr einen Finger ab und versetzte ihr einen Stich, der den Arm völlig durchdrang. Zwei weitere Finger des Mädchens wurden fast völlig durchtrennt, als es den Arm hob, um einen Hieb mit der achtzig Zentimeter langen Klinge abzuwehren.

Der Messerstreich wäre tödlich gewesen, meinen die Ermittler. Die Hand wurde gerettet, es werden aber Dauerschäden bleiben. Der "Skin" hatte Ausländern gesucht, um über sie herzufallen. (APA, DER STANDARD Printausgabe, 25.07.2005)

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