Autogrill tischt auch am Wiener Flughafen auf

31. Juli 2005, 17:34
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Autogrill Austria hat von Vienna International Airport bis 2008 die Konzession für das Airport-Restaurant erhalten

Mailand - Autogrill, die Autobahn-Raststättengesellschaft unter Kontrolle der italienischen Unternehmerfamilie Benetton, wird nun auch am Wiener Flughafen auftischen. Autogrill Austria hat von Vienna International Airport (VIE) bis 2008 die Konzession für das Airport-Restaurant erhalten. Bis dahin will Autogrill am Wiener Flughafen einen Umsatz von fünf Mio. Euro erreichen. Mit über 14 Mio. Passagieren zähle der Wiener Airport künftig zu einer der "Festigungen" der expandierenden Autogrill Flughafenrestaurantkette in Mitteleuropa, sagte ein Unternehmenssprecher zum STANDARD.

Weitere Akquisitionen geplant

Das Airport-Restaurantgeschäft wird für Autogrill immer wichtiger. Im Vorjahr machte es bereits rund 40 Prozent des gesamten Konzernumsatzes von 3,2 Mrd. Euro. Bis 2006 plant Autogrill 600 Mio. Euro für weitere Akquisitionen zu investieren. Während das Raststättengeschäft weit gehend stagniert, wuchs der Umsatz im Airport-Business um 13 Prozent. Autogrill betreibt knapp 100 Flughafenlokale und ist in 18 europäischen Ländern präsent. Zu den wichtigsten Stützpunkten zählen New York, Zürich und Frankfurt. Rund 50 Prozent des Airport-Geschäftes werden in USA erzielt. In Spanien tritt Autogrill auch als Airline-Caterer auf und ist durch die Übernahme der Aldeasa-Kette auch im Dutyfree-Business eingestiegen.

Expansionspläne in Österreich

Benetton hatte mit seiner Autogrillkette seit jeher ehrgeizige Expansionspläne in Österreich gehegt und wollte ursprünglich die Autobahnraststätten ausbauen. Mit rund 400 Mitarbeitern betreibt Autogrill in Österreich 14 Stationen - vor allem ehemalige Wienerwald-Restaurants und eine Raststätte an der Brenner Autobahn. Der Umsatz in Österreich machte 2004 knapp über 20 Mio. Euro aus.

Ursprünglich hatte Benetton mit einem Verkauf der Autogrillkette geflirtet, aber das Angebot aufgrund der wachsenden Rentabilität und günstigen Expansionschancen zurückgezogen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.7.2005)

Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand
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