Microsoft macht Google mit Satellitenbildern Konkurrenz

3. Oktober 2005, 12:44
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Kombination aus Kartendienst, Satellitenbildern und ortsbezogener Suche - Ab Herbst auch hochauflösende Fotos

Objekte in der Größe von Kanaldeckeln soll man auf den Satellitenbildern erkennen können, die das Unternehmen Orbimage an Microsoft liefern wird. Gedacht sind diese Bilder für Microsofts kommenden "MSN Virtual Earth" Dienst, der von dem Unternehmen aus Redmond gegen Googles "Google Earth" Dienst positioniert wird.

Daten

Benötigt werden diese Bilder für ortsspezifische Suchen, die laut Studien immer öfter von Anwendern genutzt werden, um Produkte und Dienstleistungen in ihrer Stadt zu suchen. Diese sehr spezialisierten Suchabfragen sind für das Anzeigengeschäft von großem Interesse. Das erklärt auch das Engagement Microsofts bei diesen Technologien, will das Unternehmen doch seinen relativ geringen Anteil am Such-Werbegeschäft deutlich vergrößern.

Verknüpfung

Laut Microsoft wird der Suchende bis zu drei Suchergebnisse mit einem Satellitenfoto verknüpfen können. So kann man etwas Kinos, Restaurants und Nachtclubs für einen unterhaltsamen Abend suchen und auf einer Karte anzeigen lassen. Weiters sollen sich derartig gestaltete Karten auch über Microsofts Community-Lösung MSN Space austauschen lassen.

Ausstattung

Zur Zeit hat Orbimage zwei Satelliten im Orbit, die Straßen und Häuser aufnehmen können. Anfang nächsten Jahres soll allerdings noch ein weiterer, hochauflösender Satellit hinzukommen, auf dessen Fotos dann auch Objekte bis zu Größe eines Kanaldeckels erkennbar sein sollen. Microsoft will im Herbst auch noch Bilder von US-Städten hinzufügen, die aus niedrig fliegenden Flugzeugen aufgenommen wurden und noch mehr Details bieten.

Konkurrenz

Googles 3D-Navigator ist seit 28. Juni verfügbar und kombiniert den Kartendienst Google Maps mit Satellitenbilder der Erdoberfläche und Ergebnisse ortsbasierter Suchen. Das dafür notwendige Programm ist für Windows und Mac OS X in drei Versionen erhältlich. Die Basisversion ist kostenlos, erweiterte Versionen, die zum Beispiel eine bessere Darstellung bieten, kosten 20 bzw. 400 US-Dollar. Allen Versionen gemein ist, dass sie einen leistungsstarken Rechner benötigen. (APA)

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