Clinton bedauert persönliches Scheitern in Ruanda

31. Juli 2005, 19:16
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Früherer US-Präsident besuchte Gedenkstätte für 800.000 Tote im afrikanischen Land

Kigali - Der frühere US-Präsident Bill Clinton (1993-2001) hat am Samstag sein "persönliches Scheitern" bei der Verhinderung des Völkermords in Ruanda 1994 bedauert. Beim Besuch einer Gedenkstätte für die rund 800.000 getöteten Menschen in dem zentralafrikanischen Land sagte Clinton: "Ich äußere Bedauern für mein persönliches Scheitern."

1998 hatte sich Clinton bei einer Ruanda-Reise bereits entschuldigt, den Völkermord nicht erkannt zu haben. Vertreter seiner Regierung hatten diesen Ausdruck in der Öffentlichkeit stets vermieden, weil sie sechs Monate nach dem Fehlschlagen eines Einsatzes der US-Armee in Somalia einen Aufruf zum Eingreifen fürchteten.

Das von ihm mitfinanzierte Museum in Ruanda, das Grafiken von Enthauptungen und Körpern auf Straßen zeigt, bezeichnete er als wichtigen Beitrag zur Geschichte. "Es stellt den Völkermord in Ruanda gewissenhaft, ehrlich und schmerzhaft dar." (APA/Reuters)

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