Sharon kündigt "neue Form der Vergeltung" an

26. Juli 2005, 14:01
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Israels Premier droht mit "sehr harten Maßnahmen"

Jerusalem - Nach dem tödlichen Angriff palästinensischer Extremisten auf Israelis im Gaza-Streifen hat der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon mit einer "neuen Form der Vergeltung" gedroht. Der amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice habe er mitgeteilt, dass die Armee bereits Anweisung erhalten habe, "mit Entschlossenheit gegen den Terrorismus" vorzugehen, sagte Sharon am Sonntag in einer Ansprache während der wöchentlichen Ministerratssitzung in Jerusalem.

"Neue Form der Vergeltung"

Die israelische Regierung werde "eine neue Form der Vergeltung üben, die in sehr harten Maßnahmen gipfeln wird", sagte der Ministerpräsident. Im Falle weiterer "Terroranschläge" werde dies auch für die Zeit nach dem israelischen Abzug aus dem Gaza-Streifen gelten. Zwei palästinensische Extremisten hatten in der Nacht in der Nähe des Grenzübergangs Kissufim einen israelischen Konvoi überfallen und dabei ein Ehepaar getötet. Die Armee tötete die Attentäter wenige Stunden später. Bei dem Angriff auf das Ehepaar wurden nach Militärangaben fünf weitere Israelis verletzt, drei von ihnen schwer.

Verpflichtung der USA

Rice hatte Freitag und Samstag getrennt mit israelischen und palästinensischen Spitzenpolitikern beraten. Der palästinensischen Führung in Ramallah gab sie die Zusicherung, dass der Gaza-Streifen nach dem israelischen Abzug nicht abgeriegelt und vom Westjordanland abgeschnitten werden dürfe. Sie unterstrich die Verpflichtung der USA, für die Beendigung der israelischen Siedleraktivitäten in palästinensischen Gebieten Sorge zu tragen. Israel müsse nach dem Gaza-Abzug einen freien Warenverkehr sowie Reisefreiheit für die Palästinenser zwischen dem Küstengebiet und dem Westjordanland sicherstellen. (APA/AFP)

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