Vier Täter sollen Attentate verübt haben

26. Juli 2005, 16:29
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Männer hatte unter Gemüse in den Fahrzeugen mindestens 400 Kilogramm Sprengstoff versteckt - Polizei sucht nach weiteren Komplizen

El Arish/Sharm el-Sheikh - Bei den Ermittlungen zu den Anschlägen von Sharm el-Sheikh geht die Polizei von vier Tätern aus. Aus Sicherheitskreisen verlautete, sie hätten die Anschläge mit zwei Fahrzeugen verübt. Die Männer seien über Wüstenwege von Norden in die Stadt gekommen. Unter Gemüse hätten sie in den Fahrzeugen mindestens 400 Kilogramm Sprengstoff versteckt gehabt. Zwei der Männer hätten einen der mit Sprengstoff beladenen Wagen in der Nähe des Alten Marktes geparkt. Die Explosion sei später offenbar mit einem Zeitzünder ausgelöst worden. Die Bombe riss einen Krater von fünf Metern Durchmesser in den Asphalt.

Die beiden anderen Männern hätten die zwei weiteren Anschläge verübt. Einer habe das zweite Fahrzeug, einen weißen Kleinlastwagen, verlassen und den ebenfalls mit einem Zeitzünder ausgerüsteten Sprengsatz in einer schwarzen Tasche an der Strandpromenade deponiert. Der andere sei davongerast und habe das Auto in das 150 Meter entfernte Hotel gesteuert. Während die Menschen vor dem Anschlag in dem Hotel flüchteten, sei die Bombe in der Tasche explodiert. Die Polizei suche auch nach Komplizen der Täter, hieß es.

Nach arabischen Medienberichten sind zudem insgesamt 90 Verdächtige im Gebiet um den Badeort am Roten Meer festgenommen worden. Unter den Festgenommenen seien auch Verdächtige, die bereits wegen der Anschläge auf den Badeort Taba in Polizeigewahrsam genommen worden waren, hieß es. Sie waren erst kürzlich freigekommen. Bei den Attentaten im vergangenen Oktober waren 34 Menschen ums Leben gekommen. Der ägyptische Innenminister Habib el Adli hatte zuvor laut Nachrichtenagentur Mena gesagt, die Anschläge von Sharm el-Sheikh und Taba stünden in einem Zusammenhang. (APA)

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    Ägyptische Polizisten nach dem Anschlag in Sharm el-Sheikh.

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