Viele Südamerikaner und ein Russe

29. Juli 2005, 12:40
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Beim Jubiläumsturnier in Kitzbühel ist Dawidenko die Nummer eins, seine stärksten Konkurrenten heißen wohl Puerta, Massu und Gaudio

Wien - Bei den 60. Generali Open (23. - 31.7.) in Kitzbühel - der Hauptbewerb startet am Montag - haben die Südamerikaner den Spaniern, die über viele Jahre hinweg den Ton angegeben hatten, zuletzt den Rang abgelaufen. Der Argentinier Guillermo Coria sowie der Chilene Nicolas Massu holten 2003 und 2004 die Titel und es wäre keine Überraschung, würde es kommende Woche beim größten Freiluft-Tennisturnier Österreichs in dieser Tonart weitergehen.

Mit dem diesjährigen Paris-Finalisten Mariano Puerta (ARG), Olympiasieger und Titelverteidiger Massu (CHI), dem vierfachen Saisonsieger Gaston Gaudio (ARG) sowie dem Chilenen Fernando Gonzalez gibt es gleich vier Südamerikaner, die sich seriöse Hoffnungen auf die Siegprämie von 110.600 Euro machen dürfen. Besonders gut in Form ist derzeit Gaudio, der sich heuer bereits in Vina del Mar, Buenos Aires, Estoril und zuletzt in Gstaad in die Siegerlisten eingetragen hat. Im Kitzbüheler Vorjahresfinale unterlag er Massu, den er vor kurzem im Halbfinale von Gstaad mit 6:3,6:2 klar beherrschte. Heuer will Gaudio in Tirol "unbedingt gewinnen".

Nummer eins des mit 646.250 Euro dotierten Turniers ist allerdings der in der Weltrangliste auf Platz sieben geführte St. Pölten-Sieger Nikolai Dawidenko, der vor Puerta, Gaudio und Gonzalez das Ranking anführt. Er könnte sich als erster Russe in die Siegerliste eintragen, auch sein junger Landsmann Igor Andrejew wird zu beachten sein. Er hat heuer in Valencia triumphiert und zuletzt mit Dawidenko sein Land gegen Frankreich ins Daviscup-Halbfinale geführt.

Melzers Minimalziel: Erstes Single gewinnen

Heimischer Hoffnungsträger ist in erster Linie Jürgen Melzer, der allerdings bisher mit der Höhenlage von Kitz immer Probleme hatte und bei seinen bisherigen vier Auftritten noch kein einziges Single gewonnen hat. Als Nummer neun steht der Niederösterreicher bereits fix in Runde zwei, da alle Gesetzten zum Auftakt ein Freilos haben. Stefan Koubek hat nach seiner langen Spielpause (Dopingsperre, Verletzungen) noch nicht Tritt gefasst. Er verlor zuletzt sechs Mal in Folge sein Auftakt-Match. Weiters dank Wild Cards fix im Hautbewerb sind ÖTV-Meister Daniel Köllerer und Oliver Marach.

Beim Jubiläums-Turnier, das erstmals unter der Leitung von Sandra Reichel steht, geht es auch um die Zukunft dieser Traditions-Veranstaltung. Der Vertrag mit Hauptsponsor Generali läuft 2006 aus und noch heuer soll sich entscheiden, wie es weitergeht. Tilman Buchner, der Marketing-Leiter des Hauptsponsors, ließ allerdings bereits durchblicken, dass eine weitere Kooperation wahrscheinlich ist. (APA)

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    Nikolai Dawidenko, Kitzbühels Nummer eins 2005.

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