Erika Pluhar "bestürzt" von Kurs des SPÖ-Chefs Gusenbauer

23. Juli 2005, 15:35
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Autorin: "Ominöses Spargelessen" mit Landeshauptmann Haider "kein Ausrutscher"

Wien - Die Schauspielerin und Autorin Erika Pluhar hat scharfe Kritik am Kurs des SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer geübt. "Der gute Gusenbauer geht Wege, die mich bestürzen (...) und würdelos sind", sagte Pluhar in der Nacht auf Samstag in einem "ZiB3"-Interview des ORF in Anspielung auf die Zustimmung der SPÖ zum Asylgesetz. Das "ominöse Spargelessen" von Gusenbauer mit dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (damals noch F) sei offenbar "kein Ausrutscher" gewesen.

"Ich hoffe, dass die anderen Kräfte in der SPÖ es fertig bringen, dass diese Partei wieder ihr eigenes Gesicht erhält", sagte Pluhar. Sie wisse aber nicht, wer Gusenbauer als SPÖ-Spitzenkandidat bei der kommenden Nationalratswahl ersetzen könnte. "Wenn es einen charismatischen Menschen geben würde, dann wüsste man das."

Das "Regierungsdurcheinander" von ÖVP und BZÖ bezeichnete Pluhar als "kaum erträglich" und "schlechtes Kasperltheater". Ihr Vorwurf gehe in Richtung Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der diese Situation "so ungerührt gewähren" lasse. (APA)

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