Thailand: Notstandsgesetze für drei Südprovinzen erlassen

25. Juli 2005, 18:41
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Umfangreiche Vollmachten für Premier

Bangkok - Die thailändische Regierung hat Notstandsgesetze für drei Provinzen im Süden des Königreichs beschlossen. Die Behörden in Narathiwat, Yala und Pattani können nun leichter Verdächtige festnehmen, wie das Innenministerium in Bangkok verlautbarte. Möglich wurde die Entscheidung durch eine Verordnung, die Ministerpräsident Thaksin Shinawatra mit weit reichenden Vollmachten ausstattet.

Moslemische Separatisten streben nach Abspaltung der fünf mehrheitlich islamischen Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani, Satun und Songkhla. Über 90 Prozent der Einwohner des südostasiatischen Königreichs sind Buddhisten, während sich fünf Prozent zum Islam bekennen. Bei Unruhen im Süden kamen seit dem Vorjahr etwa 900 Menschen ums Leben. (APA/AP)

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