Fingerspitze im Essen - US-Häftling verklagt Lebensmittelhersteller

25. Juli 2005, 16:18
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Ausgerechnet in einem vegetarischen Gericht...

San Francisco - Nach einem Biss auf eine Fingerspitze in einem Fertiggericht fordert ein amerikanischer Gefängnisinsasse Schadenersatz. Der Anwalt des Häftlings habe gegen den Lebensmittelhersteller aus Florida bei einem Gericht in San Francisco (Kalifornien) Klage eingereicht, berichtete der "San Francisco Chronicle" am Freitag.

Der wegen Drogenvergehen im kalifornischen Staatsgefängnis Pelican Bay einsitzende Felipe Rocha möchte mit mindestens 75.000 Dollar (62.150 Euro) entschädigt werden. Auch ein Häftling sei von einem derartigen Vorfall stark betroffen, argumentiert sein Anwalt.

Laut Klageschrift hatte der 29-jährige Rocha im März in einem vegetarischen Gericht auf etwas Hartes gebissen, "was zunächst wie eine Cashewnuss wirkte", sich dann aber als ein zwei Zentimeter langes Fingerstück entpuppte. Die Lebensmittelfirma räumte einen Betriebsunfall in der Verpackungsanlage des Unternehmens ein. Bei Reinigen eines Geräts sei einem Arbeiter versehentlich die Fingerspitze abgetrennt worden. Der Firmenchef hatte sich in einem Brief an das Gefängnis für das "fremde Objekt" in dem Fertiggericht entschuldigt. (APA/dpa)

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