Einige Dutzend Burgenländer in Sharm el-Sheikh

24. Juli 2005, 09:08
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Burgenland bietet Rückholaktion an - Niessl: Bisher keine Meldungen über verletzte Landsleute

Eisenstadt - Im von den Anschlägen betroffenen ägyptischen Badeort Sharm el-Sheikh befinden sich nach bisherigen Schätzungen auch einige Dutzend Burgenländer: "Bis jetzt gibt es keine Meldungen, dass Burgenländer verletzt sind", so Landeshauptmann Hans Niessl (S) am Samstagnachmittag zur APA. Letzter Stand sei, dass ein Teil der Urlauber - "jene die heimkommen wollen" - am Abend ausgeflogen werden sollen, so Niessl. Von der Katastropheneinsatzleitung werde dazu ein Flugzeug gechartert.

Das Angebot einer Rückholaktion durch das Burgenland bleibe weiter aufrecht, erklärte Niessl: "Falls die Rückholaktion des Bundes nicht stattfindet oder verschoben wird, sind wir bereit, alle Burgenländer, die nach Hause wollen, auszufliegen und die Kosten dafür zu übernehmen."

Gegenüber dem ORF Burgenland schilderte der Vizebürgermeister von Müllendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung), Werner Huf, der sich in einer Clubananlage ganz in der Nähe der Anschlagsorte auf Urlaub befand, seine Eindrücke: "Wir waren in der früh Essen. Dort haben wir von einem Kollegen erfahren, dass in der näheren Umgebung Bomben explodiert sind."

Die Situation sei etwas angespannt. Die Reiseleiterin habe erzählt, in der Stadt herrsche Ausnahmezustand. Die Touristen seien von den Medien abgeschnitten, Radios seien abgeschaltet, aus dem Hotel dürfe man nicht hinaus: "Es ist sehr beunruhigend, wenn man weiß, dass es in der Nähe passiert ist und es so viele Tote und Verletzte gibt", so Huf. (APA)

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