Maoisten-Offensive im Westen

28. Juli 2005, 15:01
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Bereits neun Tote bei den neuerlichen Gefechten zwischen Rebellen und Armee

Kathmandu - Bei einem Feuergefecht zwischen nepalesischen Sicherheitskräften und kommunistischen Rebellen sind nach Militärangaben mindestens neun Menschen getötet worden. Ein Armeesprecher erklärte am Samstag in der Hauptstadt Kathmandu, es handle sich bei den Toten um drei Polizisten, vier Soldaten und zwei Rebellen.

Zu den Kampfhandlungen kam es am Freitag bei Rajkot, 450 Kilometer westlich der Hauptstadt. Die Aufständischen hätten das Feuer eröffnet. Nach einem mehrstündigen Schusswechsel hätten die Sicherheitskräfte zwei Leichen von Aufständischen gefunden, vermutlich seien aber mehr getötet worden, sagte der Armeesprecher. (APA/AP)

Seit Beginn des maoistischen Aufstandes 1996 kamen bei Kampfhandlungen mehr als 11.000 Menschen in dem Himalaya-Königreich ums Leben. König Gyanendra hatte vor mehreren Monaten die parlamentarisch legitimierte Regierung entlassen und selbst die Macht übernommen. Der Monarch setzte eine Notstandsregierung ein und ließ zahlreiche Politiker und Journalisten inhaftieren.
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