Rogan bremst Erwartungen

27. Juli 2005, 11:01
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Keine Hoffnung auf Medaille über 100 m Rücken - "Da wird's drunter und drüber gehen" - Gewitter unterbrach Training

Montreal - Das erste Training von Markus Rogan im WM-Becken von Montreal ist ein sehr kurzes gewesen. Der 23-Jährige war am Freitag nach seiner Ankunft vom Trainingslager in Ottawa wegen sintflutartiger Regenfälle und Gewittergefahr schon nach fünf Minuten aus dem Wasser geholt worden. Österreichs Medaillen-Hoffnung nahm's mit Humor: "Fünf Minuten Training reichen doch, für 200 m Rücken brauch' ich nicht einmal zwei."

Angewiesen auf Trainingszeit ist Rogan aber nun wirklich nicht mehr, es geht nur noch ums Akklimatisieren. Was für einen Medaillen-Gewinn getan werden musste, hat er getan. Den Lohn dafür könnte er schon am Dienstag über 100 m Rücken ernten, doch Österreichs "Sportler des Jahres" steigt da kräftig auf die Bremse. "Über 100 m erwarte ich mir nicht wirklich eine Medaille. Da wird es drunter und drüber gehen, ich kann da auch Achter werden."

Plan klar auf 200 m ausgelegt

Bei Olympia ist der SV-Schwechat-Athlet auf der mittleren Rücken-Strecke mit einer immens starken zweiten Länge von Platz acht noch zu Silber gestürmt, indes haben sich Rogans Prioritäten aber etwas geändert. "Mein Vierjahresplan für Olympia ist klar auf 200 m ausgerichtet. Ich glaube dennoch, dass ich besser in Form bin als letztes Jahr. Nur, meine Zeiten vom letzten Jahr werden heuer nicht für eine Medaille reichen."

Beim Betreten des Pool-Decks lief dem Wiener Weltrekordler Aaron Peirsol über den Weg, es war die erste Begegnung mit seinem großen Rivalen seit Olympia in Athen vor elf Monaten. Für (den heutigen) Samstag war eine Begegnung vorgesehen, mit der der Wiener mehr Freude hat: Seine Familie mit dem ihn managenden Stiefvater Michael Schmitz hat sich zum Daumendrücken angesagt. (APA)

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    Markus Rogan glaubt über 100 m Rücken an keine Medaille.

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