Mordversuch auf der Intensivstation: Erste Befragung des Opfers

24. Juli 2005, 20:02
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Schon bei Wanderung gab es Anzeichen für einen Mordversuch

Salzburg - Nach dem Doppelmordversuch auf einen Bergkameraden und einem Patienten auf der Intensivstation im Salzburger UKH wurde ein Opfer zum ersten Mal befragt. Wann die erste richtige Einvernahme des Opfers erfolgt, konnte Major Gerhard Waltl noch nicht sagen: "Wir brauchen dazu grünes Licht von den Ärzten".

Der 45-Jährige Verdächtige aus Kuchl war am 3. Juli mit dem Grazer Ulrich H. und dessen Lebensgefährtin auf dem Untersberg unterwegs gewesen. Dabei stürzte der Steirer 40 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. Die Beamten vermuten, dass es sich bei diesem unfall erreits um einen Mordversuch gehandelt hat. Seine Lebensgefährtin bemerkte den Unfall erst, als der Grazer fiel. Der Salzburger war dem Krankenhauspersonal als Retter nach dem Bergunfall bekannt, weil er den Kranken häufig besuchen kam.

Am 10. Juli kam der Bergkamerad schließlich in die Intensivstation des Spitals und verletzte den Kranken und seinen Zimmergenossen mit einem Stanley-Messer lebensgefährlich. Die Beamten vermuten, die Tat sollte den vorangegangenen Mordversuch vertuschen.

Der 45-Jährige wurde bisher drei Mal einvernommen. Die Untersuchungsrichterin wartet auf die Vollanzeige, dann wird sie entscheiden, welche weitere Untersuchungen und Einvernahmen notwendig sind.(APA)

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