Vergiftete Meeresfrüchte: Hepatitis-Epidemie in Genua

26. Juli 2005, 09:12
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Ein Zusammenhang mit der Algenplage wird vermutet - vor wenigen Tagen erkrankten 200 Badegäste durch Giftalgen

Genua - Nach den giftigen Algen im Meer vor Genua gibt es in der ligurischen Metropole Probleme mit Meeresfrüchten: In den vergangenen zwei Tagen sind über 20 Menschen mit Verdacht auf Hepatitis A ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Zeitung "La Repubblica".

Fast ausnahmslos erklärten die Betroffenen, zuvor Meeresfrüchte verzehrt zu haben. "Ich habe noch nie so viele Fälle gleichzeitig gesehen, normalerweise haben wir hier pro Jahr vier oder fünf Patienten mit Hepatitis A", erklärte ein zuständiger Arzt.

Erst vor wenigen Tagen mussten an die 200 Badegäste ärztlich versorgt werden, nachdem sie im Meer geschwommen sind. Die Badegäste litten an Übelkeit und Fieber. Vermutlich wurde der Zustand von einer tropischen Alge ausgelöst, die sich durch illegal ins Meer eingeleitete Abfälle ausbreiten konnte.

Zusammenhang mit Algenplage

Experten warnten bereits zuvor, dass die Algen auch Speisefische und Muscheln befallen. Ob die Hepatitis-Fälle mit den giftigen Algen in Zusammenhang stehen, ist noch unklar.

Hepatitis A

Die Hepatitis A ist eine milde Form der Hepatitis- Erkrankungen. Die Entzündung der Leber wird nicht chronisch und führt zu keinen dauerhaften Schädigungen. Jedoch kann die Krankheit mehrere Wochen oder Monate dauern. (APA/dpa)

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