Lenzing zahlt 1,5 Mio. Euro Kartellstrafe

31. Juli 2005, 17:34
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Zeitung: Wegen zu früher Integration der britischen Tencel-Gruppe - Kein Einspruch geplant

Wien - Der börsenotierte oberösterreichische Faserkonzern Lenzing muss 1,5 Mio. Euro zahlen. Das berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Wochenendausgabe. Grund für das bereits vor einem Monat verhängte Urteil: Lenzing soll die britische Tencel-Gruppe schon vollständig integriert haben, noch bevor der Kauf vom Kartellgericht abgesegnet wurde. Das Kartellgericht hatte, wie berichtet, erst in einem zweiten Anlauf - nach der Abgabe Standortgarantien - den Deal im April genehmigt.

Laut Zeitung ist die Kartellstrafe die bisher höchste, die jemals in Österreich verhängt wurde. Auf einen Einspruch wird das Unternehmen offenbar verzichten. "Die Entscheidungen sind für uns nicht nachvollziehbar, daher ist das Risiko eines Rekurses zu groß", zitierte die Zeitung Lenzing-Vorstand Peter Untersperger. Lenzing hatte im Mai 2004 den Tencel-Kauf vom Konkurrenten Corsadi bekannt gegeben. Das unternehmen hat damit seine Lyocell-Kapazitäten verdreifacht. (APA)

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