Rice appelliert an Syrien: Verhältnis zu Libanon normalisieren

28. Juli 2005, 12:09
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US-Außenministerin fordert Entwaffnung der Hisbollah-Miliz

Jerusalem/Beirut - US-Außenminister Condoleezza Rice hat bei ihrem Überraschungsbesuch in Beirut am Freitag an Syrien appelliert, sein Verhältnis zum Libanon nach dem Abzug der syrischen Truppen aus dem Nachbarland Ende April zu normalisieren. Damaskus hat die Grenzen zum Libanon fast komplett geschlossen, so dass der libanesische Warenverkehr extrem eingeschränkt ist. "Gute Nachbarn schließen ihre Grenzen nicht", betonte Rice.

Rice traf sich in Beirut mit dem Sohn des ermordeten Exministerpräsidenten Rafik Hariri, Saad Hariri, sowie mit Präsident Emile Lahoud und Ministerpräsident Fouad Siniora. Letzterer hat vor wenigen Tagen die erste nicht von Syrien beeinflusste libanesische Regierung seit dem Bürgerkrieg (1975-90) zusammengestellt hat. Ihr sollen erstmals auch Mitglieder der schiitischen Hisbollah angehören, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird. Die Außenministerin sagte der Regierung Unterstützung zu und forderte zugleich die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz. (APA/AP/dpa)

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